Impulse, Übungen und Akupressurpunkte, die dein Metall-Element stärken – für mehr (emotionale) Ruhe, geistige Klarheit, gestärkte Abwehrkräfte, ein starkes (Selbst)vertrauen, Gelassenheit, Leichtigkeit, Zuversicht

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leuchtender Herbst

 

Fällt es dir schwer, Dinge, Menschen, Altes, Vergangenes, Gewohnheiten… loszulassen?
Fällt es dir schwer, Kontrolle abzugeben, Entscheidungen zu treffen, Grenzen zu setzen, auch mal NEIN zu sagen?
Fällt es dir schwer, zur Ruhe zu kommen, einfach mal „nichts“ zu tun?
Fällt es dir schwer, dich auf Wesentliches zu konzentrieren, Ordnung und Struktur in dein Leben zu bringen oder fühlst du dich vielleicht von zu viel Struktur eingeengt?
Spürst du manchmal eine Traurigkeit in dir, oft auch ohne erkennbaren Grund?
Und fällt es dir oft schwer, dich wieder neu aufzurichten, neu auszurichten, deinen Raum, deinen Platz im Leben einzunehmen, zu vertrauen – dir selbst, deinen Fähigkeiten, dem Leben.
Neigst du zu häufigen Infekten, insbesondere der Atemwege, bis hin zu chronischen Nebenhöhlenentzündungen und Bronchitis, vielleicht auch zu Allergien, Hauterkrankungen und trockenen oder geschwollenen Schleimhäuten?

Laut TCM könnten dies Anzeichen für ein Ungleichgewicht im METALL-Element sein.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) sind den Jahreszeiten jeweils einem der fünf Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser zugeordnet und auch bestimmte Organe, Emotionen, Krankheiten, Eigenschaften. Nach dieser Zuordnung haben die Jahreszeiten auch auf unsere Körperfunktionen, Organe, Sinne und Gefühle einen unterschiedlichen Einfluss. Geben wir auf uns Acht und leben danach, fügt sich alles zusammen – im Einklang mit der Natur.

Das Element METALL wird nach dem chinesischen Kalender dem Herbst zugeordnet. Der Herbst ist die Jahreszeit, die uns das Loslassen vorlebt und in der die Traurigkeit stärker zu Tage tritt. Er steht für den Abschied vom Äußeren und Rückzug ins Innere. Im Lebenszyklus steht die Wandlungsphase Metall für die Lebensphase des Älterwerdens. Die Kraft lässt nach und man schwelgt in Erinnerungen.

Das Metall-Element wird vom Erde-Element genährt. Haben wir im Spätsommer gut für uns selbst gesorgt, aus der Fülle geschöpft, gespeichert und bewahrt, was uns gut tut, was uns nährt, können wir jetzt mit einer guten starken Grundlage in den Herbst gehen.

Jetzt im Herbst wird die Luft klarer und kühler, die Natur zeigt sich nochmal farbenfroh mit ihrer bunten Blätterpracht, bevor sie den Rückzug antritt. Die Säfte der Pflanzen ziehen sich zurück in die Wurzeln, die Blätter trocknen aus und fallen ab. Die Natur macht es uns vor – die Strukturen der Pflanzen und Bäume zeigen sich ganz unverhüllt klar, alles Überflüssige wird losgelassen, in dem Vertrauen, dass das, was losgelassen wird, nicht fort ist, sondern sich in Neues wandelt.

Vertrauen in das Leben ist nicht immer einfach. Unser Verstand will Sicherheit. Sich dem Neuen, dem Unbekannten zu öffnen, löst nicht selten Angst aus. Doch das Klammern, Fixieren, Festhalten am Alten blockiert unseren natürlichen Fluss des Lebens und hindert uns daran, neue Erfahrungen zu machen und zu wachsen.

Im Loslassen liegt oft etwas Trauriges. Jetzt im Herbst die Melancholie des Sommerabschieds. Gerade nach diesem wunderbaren Sommer und Spätsommer fällt es uns nicht leicht, nun in die dunklere Jahreszeit zu gehen. Die Herbststimmung weht wie ein zarter Schleier über die Landschaft. Das Leben wird leiser, kommt zur Ruhe.

Doch immer wenn du etwas loslässt, kann etwas Neues zu dir kommen.

Das Metall-Element in dieser Zeit lädt uns ein, Anhaftung und Kontrolle aufzugeben, auf das Herz, die innere Stimme zu hören, sich ganz ins Vertrauen fallen zu lassen und sich dem Leben hinzugeben.

Gib dir die Möglichkeit, Vergangenes, was nicht mehr zu dir gehört, Unnötiges, Beschwerendes von dir abfallen zu lassen, wie die Blätter von den Bäumen.
Es liegt eine unglaubliche Schönheit in der Metall-Zeit und ihrer Besinnung auf das Wesentliche.

Ich darf der Traurigkeit Raum geben. Sie ist ein Zeichen, dass es Dinge, Menschen in meinem Leben gibt, die mir viel wert sind und von denen ich nun loslasse. Viel schlimmer wäre, wenn mir alles gleichgültig ist oder ich gar nichts empfinden kann oder mir nichts im Leben so wichtig ist, dass es wehtun würde, davon loszulassen. Der Schmerz gehört zum Prozess des Loslassens dazu. Wenn er gegangen ist, kann die Trauer warm und tief zurückbleiben und wie in Wellen kommen und gehen, deren Abstand mit der Zeit immer größer werden.
Traurigkeit braucht nicht immer einen greifbaren Grund. Ich darf jederzeit traurig sein. Sie zeigt, dass ich ein fühlender, empfindender Mensch bin und es Tiefe in meinem Leben gibt.

Wenn ich in mich hineinfühle, kann ich selbst spüren, ob es gut ist, mich in die Tiefe sinken zu lassen, ihr Raum zu geben, mich hinzugeben und wann es Zeit ist, die Stimmung wieder anzuheben und mich zum Lachen zu bringen.

Der herbstliche Rückzug ist wichtig, der Rückzug ins Innere, in dem wir einkehren dürfen, uns selbst wahrnehmen, Ruhe und Stille bewusst erleben, die uns seelisch nährt und heilt. Ich darf so lange im Nebel verweilen, wie es mir gut tut, wie es notwendig ist, ich kann keine Klarheit erzwingen.

 

„Wenn ich mir mehr Zeit lasse, komme ich schneller ans Ziel.“

im Nebel verweilen, solange es mir gut tut, solange es notwendig ist...


Die Zuordnung des Herbstes im Zyklus der Fünf Elemente
(Fünf Wandlungsphasen)

Element: Metall

Organe: Lunge, Dickdarm

Sinnesorgan: Nase

Körperschicht: Haut, Schleimhaut

Tier: Kranich

Geschmack: scharf

Farbe: weiß

Emotion: Trauer, Traurigkeit

Geisteshaltung: Gerechtigkeit und Vertrauen

Natur: Reifung

Klima: Trockenheit

 

Rein körperlich gesehen, ziehen sich auch im menschlichen Organismus die Energien und Säfte zurück, so dass ein verstärktes Verlangen nach Ruhe und Schlaf entsteht.

Wenn du, wie ich selbst, den Sommer in vollen Zügen genossen hast, wirst du dich vielleicht auch genauso über die kommende Zeit freuen, die zunehmend dunkler werdenden Abende für gemütliches Beisammensein, erholsame Entspannung und mehr Schlaf nutzen. Denn damit stärken wir unsere Abwehrkräfte.

Wie sich aber jetzt schon wieder in den Arztpraxen und vielleicht auch in deinem Familien-, Freundes- und Kollegenkreis zeigt, rollt wie jedes Jahr die erste Welle von Erkältungskrankheiten heran. Ein Zeichen dafür, dass viele Menschen zu wenig bis keine Rücksicht auf ihre ganz natürlichen Bedürfnisse nehmen.

Trockene Haut und Schleimhäute, ein trockener Husten oder auch Verstopfung / Magen-Darm-Infekte sind weitere körperliche Symptome eines unausgeglichenen Metall-Elements. Kommt dazu noch ungesunder Stress, trockene Heizungsluft oder austrocknende Genussmittel wie Zigaretten, Kaffee, schwarzer Tee, werden Lunge, Dickdarm und Abwehrkräfte in ihren Funktionen zusätzlich geschwächt.

 

Lunge – Dickdarm – Nase – Haut

Nach westlicher Medizin kann man sagen, dass die Lunge zuständig für die Atmung ist und dass es die Hauptaufgabe der Lunge ist, das Blut mit Sauerstoff, den sie aus der Luft aufnimmt, zu versorgen und Stickstoff auszuscheiden.

Laut TCM geht die Funktion der Lunge jedoch weit darüber hinaus. So reguliert die Lunge die Interaktion zwischen der inneren und äußeren Welt, indem sie sich beim Einatmen ausdehnt und beim Ausatmen zusammenzieht. Sie verbindet die Energie des Himmels mit der Energie der Erde und erfüllt Körper, Geist und Seele mit Rhythmus und Einklang, jedem Ende folgt ein neuer Anfang.

Die Lunge ist nach dem Herzen wichtigster Taktgeber des Körpers. Sie herrscht über das Qi und die Atmung. Sie ist für den eigentlichen Qi-Herstellungsprozess zuständig und verteilt das Qi im ganzen Körper, um alle Gewebe und Organe zu versorgen.

Die Lunge kontrolliert aber auch die Oberfläche des Körpers, weshalb Hautkrankheiten primär dem Metallelement zugeordnet werden.

Bei Hautsymptomen geht es immer auch um Grenzen – „das geht mir unter die Haut“. Die Haut ist das Organ, welches uns mit der Umwelt verbindet und gleichzeitig von ihr trennt. Wind und Kälte können über die Haut in den Körper eindringen und Krankheiten verursachen, wenn auch im Innern Ungleichgewichte entstanden sind.

Kann ich mich abgrenzen, wo es nötig ist? Kann ich Nähe zulassen, wo sie mir gut tut?

Die Lunge öffnet sich in der Nase und ist der Austritt des Qi aus dem Körper heraus. Bei einem starken Lungen-Qi ist die Nase durchgängig, die Atmung geht leicht und der Geruchsinn ist normal. Nebenhöhlen, Kehlkopf aber auch Hals und Stimmbänder gehören zur Lunge, welche der Speicherplatz für Schleim ist, der von dort aus in die Nase geht.
Du kennst sicher den Ausspruch „Ich kann dich (nicht) riechen…“ – Gerüche nehmen in der Sympathie-Bildung einen enormen Stellenwert ein, schließlich wirken sie direkt auf unser Unterbewusstsein. Sie lösen Gefühle von Antipathie oder Sympathie aus, lassen uns auf andere zugehen oder Abstand halten.

Wie die Lunge ist auch der Dickdarm ein reinigendes Organ. Während die Lunge für die feinstoffliche Reinigung ist, kümmert sich der Dickdarm ums Grobe. Er sorgt für die Entfernung von Abfallstoffen, in dem er überflüssigen Ballast ausscheidet.

Er besitzt die Fähigkeit, zwischen Stoffen, die der Körper nutzen, und solchen die er nicht nutzen kann, zu unterscheiden. Er ist somit für die Differenzierung zwischen Unschädlichem und Schädlichem verantwortlich und für das Ausscheiden und Loslassen auf ALLEN Ebenen. Es bedarf eines gesunden Dickdarms um Altes loslassen zu können, auch seelischen Ballast. Erst wenn wir Altes losgelassen haben, kann Wandel geschehen. Mit einer gesunden Dickdarm-Energie können wir Wichtiges von Unwichtigem trennen, loslassen, verabschieden, was gehen muss und uns besinnen und wertschätzen auf das, was bleibt – ob es liebe Menschen, Dinge, Erinnerungen oder Gewohnheiten sind. Eine gesunde Dickdarm-Energie ist die Voraussetzung dafür, dass wir Dinge zu Ende bringen können und nicht immer wieder in der Mitte der Entwicklung abbrechen. Sie stärkt auch Intuition und Instinkt. Der Dickdarmmeridian führt vom Zeigefinger zur Nase – und steht damit buchstäblich für „einen guten Riecher haben“. Die meisten Entscheidungen, die wir treffen, werden nicht rational getroffen, sondern intuitiv.

Der Dickdarm liebt die Regelmäßigkeit und gerät leicht aus dem Gleichgewicht, wenn man in einer ungewohnten Umgebung ist, oder auf Reisen. Aber auch ungesunde Ernährungsgewohnheiten schaden dem Wohlbefinden des Dickdarms.

 

Der Kranich, als Tier des Metall-Elements, ist elegant mit prächtigem Gefieder. In Asien ist er ein Symbol für Glück, Weisheit und langes Leben. Er sucht seine Nahrung in flachen Gewässern und schreitet dabei vorsichtig und elegant durchs Wasser. Er ist der Meister des Fliegens. Unbeschwert, ruhig und leicht kreist er in der Luft, genießt seinen Flug. Auf der Erde steht er fest, majestätisch, unbewegt. Bei einem Angriff bewegt er sich leicht und tänzerisch, lenkt Angreifer mit seinen Flügelschlägen ab und kontert mit seinem Schnabel.

Vom Kranich können wir ein Gefühl für Ruhe und Bewegung lernen, das Gleichgewicht zu halten. Du hast die Fähigkeit, immer wieder bei dir anzukommen, aus der eigenen Ruhe und Kraft heraus Vergangenes, Schweres abzuschütteln, was dich am Fliegen hindert. Wenn du Altes hinter dir lässt, schaffst du Abstand zu Vergangenem (wie der Kranich beim Fliegen aus großer Höhe schaut). Wenn du aus diesem Abstand zurückschaust, siehst du alles deutlich und klar. Voller Vertrauen und Leichtigkeit kannst du deine Flügel ausbreiten und gelassen, Stück für Stück zu neuen Horizonten, neuen Zielen aufbrechen.

 

Die Farbe des Metall-Elements ist ein klares weiß.

 

Im Geschmack liebt es das Metall-Element scharf.
Die Schärfe bringt die Energie im Organismus in Wallung. In kleinen Mengen stärken scharfe Nahrungsmittel die Lungen, in großen Mengen schaden sie. Vor allem im Herbst kann man mit scharfen Gewürzen und Gemüsesorten das Immunsystem unterstützen.

Alle mild schmeckenden weißen Gemüse wie Sellerie, Blumenkohl und Schwarzwurzel haben eine direkte Wirkung auf die Metallorgane. Zusammen mit den teils erfrischenden, teils warmen Metallgemüsen Rettich, Lauch, Zwiebel, Meerrettich bieten sie eine hervorragende Überleitung in die kalte Jahreszeit und einen idealen Schutz vor Erkältung. Aber auch Reis, Gerste, Radieschen, Kohlrabi, Schnittlauch, Knoblauch, Kürbis, Pastinake, Chili, Nüsse, Samen, Pilze u.a. stärken und nähren Lunge und Dickdarm. Und wer mag nicht in der kalten Jahreszeit eine gute warme Suppe. Das beste Mittel, um Erkältungen zu verhindern, sind Fleisch– oder Gemüsesuppen mit Hülsenfrüchten, reichlich Lauch, Zwiebeln und Gewürzen. Auch Ingwer, Ingwergetränke, Gewürztees wärmen und stärken die Abwehrkräfte.

Empfohlen wird laut TCM z.B. auch den Tag gemächlich anzugehen und gleich nach dem Aufstehen ein Glas lauwarmes Wasser zu trinken. So wird der Flüssigkeitsverlust der Nacht wieder ausgeglichen und die Verdauung sanft angeregt.

Ganz wichtig: Gönne dir fürs Essen Zeit und Ruhe. Iss entspannt, genussvoll und mit allen Sinnen.

 

Ist dein Metall-Element nicht im Gleichgewicht spüren wir das in Form von

  • Perfektionismus
  • Zu viele Grenzen und zu hartes Verurteilen
  • Mangelnde Strukturen und Grenzen
  • Existenzängste
  • Selbstwertmangel
  • Wertlosigkeits- / Opfergefühle
  • Übermäßige Angst vor Alleinsein, Verlassenwerden, Einsamkeit, Isolation
  • Husten, Kurzatmigkeit
  • Asthma, Allergien
  • Völlesymptom im Brustkorb
  • Verstopfung
  • Erkältungskrankheiten, Infektanfälligkeit
  • Blasse Gesichtsfarbe
  • verstopfte Nase, Nasennebenhöhlenentzündungen
  • Hauterkrankungen, Juckreiz, trockene, entzündete Haut
  • leise Stimme, Stimmverlust
  • Müdigkeit, körperliche Kraftlosigkeit
  • Haben und Haben wollen statt SEIN

 

Ist dein Metall-Element in Harmonie, schenkt es dir laut TCM Klarheit und (Selbst)Vertrauen und außerdem

  • innere Ruhe
  • Ausgeglichenheit, Gelassenheit
  • Respekt voreinander
  • Anerkennung und Wertschätzung
  • Eine gute Intuition
  • Urvertrauen
  • Gleichgewicht zwischen Loslassen und Neues entstehen lassen
  • Den eigenen Rhythmus entdecken und danach leben
  • Gute gesunde Haut und glänzende Haare
  • Eine gleichmäßige gute freie Atmung
  • Ein gutes Selbstwertgefühl
  • Eine gute Verdauung

 

Im Herbst geht es also vor allem darum, Lunge und Dickdarm zu stärken, den eigenen Atemrhythmus zu spüren, die Gelassenheit und das Vertrauen, den Veränderungen in deinem Leben mit Zuversicht und Optimismus zu begegnen und neugierig zu beobachten, was zu Ende gehen und dich loslassen will, damit das Neue beginnen kann!

Wenn wir einen gesunden Abstand schaffen zu Vergangenem, können wir eine neue Perspektive einnehmen und die Dinge wieder klarer sehen.

Im herbstlichen Rückzug können wir neue Kraft und neue Energie sammeln.

Aus der eigenen Ruhe und Kraft heraus können wir die Flügel ausbreiten und uns mühelos emporschwingen, mit Leichtigkeit neuen Zielen entgegen.

 

Was würde ich gerne von mir abschütteln?
Wo tut mir mehr Distanz gut, wo wünsche ich mir mehr Nähe?
Was trägt mich?
Wo will ich hin?
Was möchte ich, was nicht?
Folge deiner Intuition – folge der leisen Stimme deines Herzens.

 

Die folgenden Übungen und Selbstakupressur bestimmter Punkte können dich dabei unterstützen:

 

Die Lunge reinigen
  1. Stehe im schulterbreiten Stand, die Füße ca. eine Fußlänge weit auseinander die Knie gelockert, die Arme hängen, die Schultern hängen locker neben dem Körper.
  2. Lege nun beide Hände übereinander auf deinen Brustraum.
  3. Werde dir deiner Lunge bewusst, dieses Organ, das ohne Unterlass treu für dich arbeitet.
  4. Massiere mit deinen Händen mit sanften kreisenden Bewegungen deinen Brustbereich.
  5. Nimm die Wärme unter deinen Händen wahr.
    Ablagerungen auf der Lunge und in den Bronchien lösen sich. Alles, was dir schwer auf der Brust lastet löst sich.
  6. Halte inne. Atme ein und öffne leicht deine Hände, so dass sich Daumen und Zeigefinger noch berühren und ein Dreieck bilden.
  7. Streiche mit dem Ausatmen mit sanftem Druck der Daumen mittig deines Körpers nach unten bis zum Unterbauch (unteres Dantian – unteres Energiezentrum).
    Alle Ablagerungen, alle Schwere, jeglichen Druck streichst du fort.
  8. Daumen und Zeigefinger gespreizt lassen, die anderen drei Finger wie zu einer lockeren Faust ballen. Einatmen.
  9. Die Arme zur Seite unten öffnen und dabei mit einem „zzzzz“-Laut ausatmen. (wie das Zischen eines prall gefüllten Ballons beim Öffnen).
    Dein Brustraum ist angenehm leicht. Deine Lunge ist kraftvoll und weit. Du kannst wieder frei und unbeschwert durchatmen.

Die Übung 3-6 x wiederholen oder solange, wie es dir angenehm ist.

Bleibe ganz in deinem eigenen natürlichen Atemrhythmus.

 

DA (Schriftzeichen „Groß“) – Meinen Platz (als Mensch zwischen Himmel und Erde) einnehmenDA - groß
  1. Stehe im schulterbreiten Stand, die Füße ca. eine Fußlänge weit auseinander die Knie gelockert, die Arme hängen, die Schultern hängen locker neben dem Körper.
  2. Die Hände rechts und links neben dem Körper in Schulterhöhe aufstellen, die Handflächen (in Ohrenhöhe) zeigen nach außen.
  3. Einatmen und mit dem Ausatmen die Hände kraftvoll rechts und links vom Körper weg nach außen schieben.
  4. Die Hände sind abgewinkelt am Handgelenk, Fingerspitzen zeigen nach oben. Auf lockere Schultern achten. Innehalten.
  5. Die Hände lockern, in dem ich die Handflächen zum Boden richte und mit dem Einatmen die Hände entspannt wieder zum Körper heranziehen.

    Affirmation dazu: Meine Füße fest und sicher auf dem Boden, zu meiner ganzen Größe aufgerichtet, bin ich bereit meinen Platz einzunehmen.
    Hier stehe ich, ich stehe zu mir. Ich spüre meine innere Kraft und Größe.
    Mein Blick ist weit und offen. Alles ist möglich!

 

Der Kranich breitet seine Flügel aus
  1. Stehe im schulterbreiten Stand, die Füße ca. eine Fußlänge weit auseinander die Knie gelockert, die Arme hängen, die Schultern hängen locker neben dem Körper.
  2. Die Hände mittig vor dem Unterbauch überkreuzen, so dass die Handkanten mit Daumen nach vorne zeigen.
  3. Mit dem Einatmen die Arme seitlich öffnen und bis auf Schulterhöhe heben. Die Handflächen zeigen zum Boden.
  4. Mühelos breitest du deine Flügel aus.
  5. Kurz innehalten.
  6. Mit dem Ausatmen die Arme wieder sinken lassen, mittig wieder überkreuzen. Innehalten.
  7. Kraftvoll aus der Ruhe heraus die Flügel (Arme) öffnen und seitlich steigen lassen. Mit jedem Mal ein Stückchen höher, ganz gleichmäßig, ganz gelassen.
  8. Ein Gefühl der Leichtigkeit. Von hier oben aus diesem Abstand heraus, siehst du alles was hinter dir liegt ganz deutlich und klar.
    Mit jedem Flügelschlag voller Zuversicht neuen Horizonten, neuen Zielen entgegen.
  9. Beim ca. 5.-6. Mal kommst du mit den Armen mittig über dem Kopf an.
  10. Aufrecht stehen bleiben, die Arme seitlich nach unten sinken lassen, wieder neben dem Körper hängen lassen. Nachspüren.

Wiederhole diese Übung so lange es dir angenehm ist.

 

Akupressur-Punkte
Lunge 1

Am unteren Rand des Schlüsselbeins entlang von der Körpermitte nach außen tasten. In der Vertiefung zwischen Schultergelenk und Brustkorb, ist es der tiefste Punkt in einer kleinen Grube unterhalb des Schlüsselbeins, fühlt sich bei Druck meist ganz weich an.Lunge 1 Akupressurpunkt

Dieser Punkt hilft vor allem bei Husten und reinigt den Brustbereich bei Verstopfungen.

Der Punkt kann mit Daumen, Zeige- und/oder Mittelfinger leicht bis stark punktuell gedrückt oder mit sanften kreisförmigen Bewegungen massiert werden.

Du kannst abwechselnd auf beiden Seiten massieren oder gleichzeitig.

Eine andere Möglichkeit ist, mit lockerer Faust aus dem Handgelenk heraus die Punkte (rechts und links) abzuklopfen.

Verlasse dich auf dein Gefühl und spüre hinein was dir gut tut.

 

Dickdarm 4

Auf dem Handrücken, in dem V-förmigen Teil zwischen Daumen und Zeigefinger.Dickdarm 4 Akupressurpunkt

Dieser Punkt hat eine stark austreibende Wirkung und wird vor allem bei Infektionen an Augen, Nase, Mund und im Gesicht angewendet. Du kannst diesen Punkt akupressieren, wenn eine Erkältung oder eine Grippe im Anmarsch ist.

Während der Schwangerschaft darf dieser Punkt nicht akupressiert werden.

Dieser Punkt kann am besten mit dem Daumen der jeweils anderen Hand leicht bis stark punktuell gedrückt oder mit sanften kreisförmigen Bewegungen massiert werden.

 

 

Gib deinem Atem im Herbst besonders viel Raum.
Ein Spaziergang und Bewegung an frischer Luft stärken das Metallelement.
Ich wünsche dir viel Freude mit den Impulsen und beim Ausprobieren der Übungen
und eine wunderbar leuchtend-bunte, wärmende, klärende und stärkende Herbstzeit 🍃🍂🍁🍄🌈❤

 

 

(Text- und Bildnachweis: Carola Beresford-Cooke, „Praktische Einführung in die Akupressur“)

 

2 Antworten

  1. Daniela
    | Antworten

    Toller Artikel.

    • Antje
      | Antworten

      Danke liebe Daniela. Freut mich, dass dir der Artikel gefällt 🙂

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