4 Übungen und 2 Akupressurpunkte, die das Erde-Element stärken – und damit deine Mitte – für mehr Entspannung, innere Stabilität, Urvertrauen, Energie und Lebensfreude

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Spätsommer - Erde-Element

 

Bist du oft zerstreut und unkonzentriert?
Fühlst du dich oft müde und antriebslos?
Hast du manchmal Selbstzweifel, grübelst viel und deine Gedanken drehen sich im Kreis?
Leidest du unter Magen-/Verdauungsproblemen?

Laut TCM könnte dies ein Zeichen für ein Ungleichgewicht im Erde-Element sein.

In diesem Artikel erfährst du, wie du ein Ungleichgewicht im Erde-Element erkennen und ausgleichen kannst und mit kleinen Übungen und Selbstakupressur bestimmter Punkte deine Mitte stärken, mehr innere Stabilität, Urvertrauen, Energie und Lebensfreude gewinnst.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) sind den Jahreszeiten jeweils eines der fünf Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser zugeordnet und auch bestimmte Organe, Emotionen, Krankheiten, Eigenschaften. Nach dieser Zuordnung haben die Jahreszeiten auch auf unsere Körperfunktionen, Organe, Sinne und Gefühle einen unterschiedlichen Einfluss. Geben wir auf uns Acht und leben danach, fügt sich alles zusammen – im Einklang mit der Natur.

Durch Feuer verbranntes Holz wird zu Erde. Das Feuer nährt die Erde. Nach der intensiven, lebhaften, leidenschaftlichen Zeit des Feuerelements, ernten wir im Erdelement die Früchte unserer Arbeit.

Das Element ERDE wird nach dem chinesischen Kalender dem Spätsommer zugeordnet. Die Sonnenblumen leuchten, wir lassen uns Äpfel und Birnen schmecken, genießen die letzten warmen Sonnenstrahlen und erfreuen uns am Reichtum der Natur.

Doch das Element Erde hat noch eine weitere, ganz besondere Stellung als sogenannte Zwischenzeit. So schlägt eine Jahreszeit nicht plötzlich in eine andere um, sondern es gibt eine Phase des Wandels, des sanften Übergangs. Das sind jeweils die letzten 18 Tage einer Jahreszeit.

 

Die Zuordnung des Spätsommers im Zyklus der Fünf Elemente (Fünf Wandlungsphasen)

Element: Erde

Organe: Milz, Magen, Pankreas (Bauchspeicheldrüse)

Sinnesorgan: Lippen, Zunge

Körperschicht: „Fleisch“, Gewebe, das Form gibt

Tier: Bär

Geschmack: süß

Farbe: gelb

Emotion: Nachdenken, Grübeln

Geisteshaltung: Vernunft und Stabilität

Natur: Transformation

Klima: Feuchtigkeit

 

Der Ausdruck „Mutter Erde“ verdeutlicht gut, wie dieses Element in der TCM gesehen wird. Es harmonisiert und verbindet alle anderen Elemente, nährend, ruhig und doch steht es auch für Verwandlung – für Neues, das aus der Erde geboren wird.

Die Erde ist der Ort, an dem wir uns geborgen fühlen. Es ist die Basis, die Mutter in uns, zu der wir immer zurückkommen können, die uns auffängt, aber auch loslässt, wenn wir uns mehr nach außen orientieren wollen. Die Erde hilft, unterstützt und bietet uns fortwährend Nahrung und Regeneration und fordert dabei nichts zurück. Eine starke Erde ist immer liebevoll und lebenszentriert, mit einem ausgeglichenen äußerlichen YIN (ruhend) und innerlichen YANG (veränderlich).

 

Im Lebenszyklus steht die Erde für die Lebensmitte. Wir haben schon viel erreicht, beruflich wie auch privat. Für viele ist dies der Zeitpunkt sowohl zurückzuschauen, als auch in die Zukunft. Wir fragen uns, ob alles, so wie es gerade ist, sich für uns noch gut und passend anfühlt. Oft kommen verschüttete Wünsche und Träume an die Oberfläche.

Auch in unserem Umfeld werden wir mit Veränderungen konfrontiert. Die Kinder werden erwachsen, gehen vielleicht schon aus dem Haus, die Partnerschaft muss sich neu sortieren. Dazu kommen oft die ersten Anzeichen körperlicher Veränderungen mit grauem Haar, Falten, Gewichtsveränderung, weniger Belastbarkeit, Müdigkeit, Erschöpfung.

Das Thema Älterwerden, Krankheit und Tod, vor allem wenn es um die eigenen Eltern geht, macht uns zunehmend die eigene Sterblichkeit bewusst, mit den dazu gehörigen Ängsten.

Das Geschenk dieser Lebensphase – und im Jahreszyklus gesehen, des Spätsommers – ist ein Nährboden für Wachstum, Entwicklung und Reifung.

Wenn wir innehalten, uns Zeit für uns selbst nehmen, uns und unsere Bedürfnisse wahrnehmen, gut für uns sorgen, erreichen wir mehr Stärke, Weisheit und Klarheit darüber, was wir möchten und was nicht. Dann ruhen wir in uns selbst und können gelassen allen Anforderungen und Herausforderungen des Lebens begegnen.

 

Innehalten

 

Die Nahrung kommt von der Erde und geht vom Mund in den Magen. Der Magen versorgt alles mit Energie und die Milz produziert Lebensenergie Qi.

Der Magen, als erste Stufe der Stoffumwandlung, lagert den Speisebrei und Flüssigkeiten, spaltet auf und verflüssigt diese mit seiner Magensäure, um für den weiteren Verdauungsprozess im Dünndarm die Nährstoffe aus der Nahrung zu lösen.

Der Magen verdaut aber nicht nur Essen, sondern auch psychische Ereignisse – ob positiv oder negativ.

„Ärger schlägt auf den Magen.“

Geht es uns schlecht, haben wir oft keinen Appetit. Zu viel Nachdenken und Grübeln oder sich immer Sorgen machen behindern die Verdauung, weil sich der Magen zusammenzieht. Unverdaute Ideen oder Konflikte in unserem Leben, mangelnde Selbstakzeptanz oder mangelndes Vertrauen in uns selbst sind häufig Ursache von Magenproblemen. Wenn wir ein Problem ignorieren, es mit uns herumtragen und uns nicht mit einer Lösung beschäftigen, besteht die Gefahr einer körperlichen Reaktion in Form eines Magengeschwürs.

Die Milz herrscht über Umwandlung und Transport. Sie kontrolliert das Blut, entfernt schädliche Partikel mit ihren Fresszellen. Sie speichert und reguliert auch die Menge der weißen Blutkörperchen und Blutplättchen. Sie nährt alle anderen Organe und sorgt dafür, dass genug Qi gebildet werden kann. Sie kontrolliert außerdem die Muskeln und die vier Extremitäten. Sie öffnet sich im Mund – den Lippen und der Zunge. Aussehen und Beschaffenheit von Lippen und Zunge können uns Aufschluss über ein energetisches Gleichgewicht oder Ungleichgewicht in der Milz geben.

In der Schulmedizin sind die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) und die Milz zwei verschiedene Organe. In der TCM zählen sie als Funktionseinheit und werden gemeinsam wie ein Organ behandelt.

Die Bauchspeicheldrüse produziert Verdauungsenzyme und Hormone und ist für den Menschen die wichtigste Verdauungsdrüse. Die Bauchspeicheldrüse reguliert über Hormone den Blutzuckerspiegel und gibt zahlreiche Enzyme zur Nährstoffverdauung in den Dünndarm ab.

Durch unseren Magen nehmen wir all das vertrauensvoll auf, was wir essen und trinken. Im Magen selbst, kann nicht überprüft werden, ob ein Teil der Nahrung möglicherweise unverdaulich oder gar unverträglich für uns ist. Das entscheidet sich erst im weiteren Stoffwechselprozess. Daher wird mit Magen, Milz und Bauchspeicheldrüse, und damit mit dem Element Erde, das Vertrauen assoziiert.

 

In der Natur zeigt sich im Spätsommer Veränderung am deutlichsten. Daher steht das Element Erde vor allem auch für Transformation. Das fröhliche Bunt der Sommerblumen verschwindet, der Himmel, das Licht ist plötzlich anders, goldener, die Nächte kühler, Scharen von Zugvögeln packen ihre Koffer und machen sich auf in den Süden, wir können das Röhren der Hirsche hören. Das Leben wird leiser.

Gemeint ist aber hier nicht nur die Transformation in der Natur, die Transformation von Speisen durch die Organsysteme Milz und Magen, sondern auch die Transformation von allem Aufgenommenen. Informationen, Wissen, Eindrücke und Ähnliches müssen erst einmal „verdaut“ werden, bevor wir sie einordnen und verwenden können. So wird auch das Denken, als geistiger Aspekt der Milz, der Erde zugeordnet.

 

Essen ist nicht nur die Aufnahme von Nährstoffen und Kalorien, vielmehr bedeutet wirklich satt sein eine körperliche und geistige Befriedigung. Manchmal essen wir, obwohl wir gar nicht hungrig sind. Die psychischen Gründe dahinter sind oft Langeweile, Frust, unerfüllte Sehnsucht, um uns zu trösten oder zu beruhigen. Wir wollen uns selbst etwas Gutes tun, was uns von außen nicht gegeben wird.

In solchen Krisen ist es wichtig genau hinzuspüren und wahrzunehmen. Habe ich wirklich Hunger oder steht dahinter vielleicht ein anderes Bedürfnis?

Wir können lernen, uns neue Quellen der Lebensfreude zu erschließen, die uns nicht schädigen, sondern glücklich machen.

 

Nur durch eine gesunde Mitte kann alles Überflüssige ausgeschieden werden, so auch Feuchtigkeit, die sich u.a. als Schlackenstoffe im Gewebe ablagert, was wir dann als Cellulite und Fettpölsterchen bemerken. Nässe und Feuchte im Sinne der TCM können wir in ihrer disharmonischen Auswirkung auch als Erschöpfung, Schweregefühl von Extremitäten und Kopf, dumpfe Schmerzen in Gelenken und im Kopf, Völlegefühl, nässende Hautekzeme, Schwellungen, v. a. der unteren Extremitäten wahrnehmen.

 

Der Bär, als Tier des Erde-Elements, ist stattlich und stabil, die Gestalt rund, der Körper kräftig, dick und fleischig. Er ist tapsig und gesetzt, bewegt sich ruhig und gemütlich. Nur reizen sollte man ihn nicht. Der Blick ist nach außen gerichtet, jedoch von innerer Ruhe. Trotz seiner ruhigen Gelassenheit steckt in ihm eine große Stärke.

Vom Bären können wir lernen, Probleme nicht größer zu machen, als sie sind und uns nicht zu lange mit ihnen zu beschäftigen. Besinne dich bei Schwierigkeiten immer wieder auf deine Stärken und auf die Dinge, die du gut kannst. Dann wird dich so schnell nichts umwerfen.

 

Die Farbe des Erde-Elements ist hauptsächlich ein warmes Gelb, aber auch Orange und Braun – erdfarben eben.

 

Im Geschmack liebt es das Erde-Element süß, aber zu viel Süß schadet ihm. Gemäßigtes Süß nährt das Element METALL (Hinblick auf Herbst). Gerade jetzt im Spätsommer können wir aus einem reichhaltigen Angebot von heimischen Gemüsen und Früchten schöpfen. Kartoffeln, Eier, Rindfleisch, Karotten, Hirse, Kürbis, grüne Bohnen, Fenchel, Zucchini, Mangold, süße Äpfel, Birnen und Nüsse stärken und nähren unsere Verdauungsorgane. Empfohlen wird laut TCM z.B. ein warmes Frühstück mit Haferbrei, Nüssen und Früchten.

Ganz wichtig: Gönne dir fürs Essen Zeit und Ruhe. Iss entspannt, genussvoll und mit allen Sinnen.

So kann auch die Kraft der Umwandlung von Schweregefühl in Heiterkeit, von Zerstreutheit und Grübeln in klares Denken gefördert werden.

 

 

Ist dein Erde-Element nicht im Gleichgewicht spüren wir das in Form von

  • Übermäßigem Grübeln, Gedankenkreisel
  • Ständigem Hinterfragen und Zweifeln
  • übertriebenem Kummer und Sorge um sich selbst und andere Menschen
  • Verlust des Selbstwertgefühls, Selbstmitleid
  • Vermehrten Ängsten
  • Verunsicherung
  • Unfähigkeit Hilfe anzunehmen
  • Unfähigkeit Mitgefühl zu empfinden
  • Stagnation, striktes Ablehnen jeglicher Veränderung
  • Pessimismus, Sturheit, mangelndes Vertrauen, Intoleranz und fehlende Suche nach alternativen Lösungen
  • Trägheit als auch ein konservatives Verharren in der vorgegebenen Situation, verbunden mit Unfähigkeit zu Bewegung im Denken und Handeln

 

Ist dein Erde-Element in Harmonie, schenkt es dir laut TCM Kraft und Gesundheit und außerdem

  • innere Ruhe
  • Ausgeglichenheit
  • Geborgenheit
  • Sicherheit
  • körperliche Energie
  • Sinnlichkeit, Genuss
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Nach innen gerichtete Aufmerksamkeit
  • intuitives Erkennen
  • klares Einschätzen von Entscheidungen des täglichen Lebens
  • Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie in die anderer Menschen
  • Starkes Urvertrauen
  • Authentizität
  • Mitgefühl
  • Gute, vertrauensvolle Bindungen

 

Im Spätsommer und in den Zwischenjahreszeiten geht es also vor allem darum, die Verdauung zu stärken, damit der restliche Körper gestärkt wird. Die Verdauung, unsere Mitte, der Magen, die Milz sind die Mutter aller Dinge! „Eine gut gepflegte Milz verzeiht kleine Fehler!“ Eine starke Mitte ist entspannt, energiegeladen und voller Lebensfreude. Dazu gehören die Ernährung genauso wie Bewegung und Pflege der psychischen Gesundheit. Körper, Geist und Seele sind eine Einheit.

 

In der Mitte liegt die Kraft!

Verbinde dich mit der Erde. Spüre die Fülle und Geborgenheit, die die Erde dir schenken möchte. Du bist ein Teil der Erde. Du hast dir diesen Körper erwählt, um auf der Erde leben zu können. Nimm all die Nährstoffe auf, die dir dienen, gestärkt und kraftvoll deinen Weg auf der Erde zu gehen.

 

Die folgenden Übungen und Selbstakupressur bestimmter Punkte können dich dabei unterstützen:
 1. Zentrieren
  1. Stehe im schulterbreiten Stand, die Füße ca. eine Fußlänge weit auseinander mit lockeren Knien, die Arme hängen, die Schultern hängen locker neben dem Körper.
    Du kannst die Übung auch im Sitzen ausführen. Dann achte darauf, dass deine Füße parallel fest auf dem Boden stehen und deine Wirbelsäule aufgerichtet ist, die Schultern locker und entspannt sind.
  2. Atme nun ein und hebe dabei einen Arm nach vorne und weiter nach oben, die Hand mit den Fingerspitzen nach oben, über deinen Kopf.
  3. Mit dem Ausatmen führe deine Hand langsam in der Mitte deiner Körperlängsachse nach unten. Der Daumen zeigt dabei zu dir.
  4. Den Arm wieder locker hängen lassen.
  5. Wiederhole die Bewegung mit der anderen Hand.

Bleibe ganz in deinem eigenen natürlichen Atemrhythmus.

 

2. Himmel und Erde stützen – Milz und Magen regulieren
  1. Stehe aufrecht, die Fersen etwas näher beieinander, die Fußspitzen leicht nach außen geöffnet.
    Die Hände befinden sich mit etwas Abstand voneinander vor dem Unterbauch (unteres Dantian = unteres Energiezentrum ca. zwei Fingerbreit unter deinem Bauchnabel),
    die Handflächen zeigen nach oben, die Fingerspitzen zueinander.
  2. Steigen im Becken, dabei die Hände bis auf Brusthöhe heben, wenden und wie auf einem gedachten Ball ablegen.
    Die Handflächen zeigen nun nach unten, die Ellbogen hängen, die Schultern sind locker.
  3. Richte den rechten Fuß nach vorne aus, sinke auf das rechte Bein und gehe mit dem linken Fuß in den schulterbreiten Stand.
    Die Füße stehen nun ca. eine Fußlänge weit auseinander mit lockeren Knien, die Arme hängen, die Schultern hängen locker neben dem Körper.
  4. Sinken des Beckens, dabei die Hände langsam nach unten sinken lassen bis vor das untere Dantian.
  5. Die Hände trennen sich, indem die linke Hand im Bogen nach außen und weiter nach oben bis über den Kopf zieht. Die Handinnenfläche zeigt nach oben.
  6. Gleichzeitig zieht die rechte Hand nach außen zur rechten Hüfte und drückt mit der Handinnenfläche nach unten, als ob sie einen Ball ins Wasser drückt. Die Finger zeigen leicht nach innen.
  7. Innehalten. Wir stützen Himmel und Erde mit beiden Händen.
    Der Blick geht in die Ferne, ohne einen bestimmten Punkt zu fixieren.
  8. Sinken des Beckens, wobei beide Arme gleichzeitig auf Schulterhöhe gebracht werden (linker Arm sinkt, rechter Arm steigt). Die Handflächen zeigen nun nach unten.
  9. Handflächen nach vorne drehen.
  10. Steigen des Beckens, wobei die Arme vor dem Körper zusammengebracht werden, als ob du einen Bambusstrauch zusammenbindest.
  11. Handflächen nach außen wenden.
  12. Sinken des Beckens, wobei du die Hände zur Seite und weiter nach unten sinken lässt, als ob du einen Vorhang zur Seite schiebst.
  13. Die Arme kommen am Dantian wieder zusammen, Handflächen nach oben gerichtet.
  14. Den linken Fuß zum rechten zurück stellen in die Ausgangsposition.
  15. Nun die Hände wieder auf Brusthöhe steigen lassen und nach rechts in den schulterbreiten Stand gehen.
  16. Die Übung wie beschrieben nun auch nach rechts ausführen. Dabei ist der rechte Arm oben, der linke an der linken Hüfte.

Die Übung 3-6 x auf jeder Seite wiederholen.

Wenn du dir in der Bewegung sicher bist, nimm die Atmung dazu. Bei steigender und öffnender Bewegung Einatmen, bei sinkender und schließender Bewegung Ausatmen. Ganz in deinem eigenen natürlichen Atemrhythmus.

Himmel und Erde stützen - Milz und Magen regulieren Himmel und Erde stützen - Milz und Magen regulieren    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Der Bär
  1. Die Füße stehen parallel zueinander im etwas mehr als schulterbreiten festen Stand, die Knie sind deutlich gebeugt.
    Der Oberkörper ist gerade aufgerichtet. Die Arme hängen, die Schultern hängen locker neben dem Körper.
  2. Hebe die Arme seitlich nach oben bis auf Schulterhöhe.
  3. Drehe die Unterarme vom Ellbogen ausgehend nach oben.
  4. Wende die Unterarme und Handflächen nach vorne. Die Fingerspitzen zeigen zum Himmel.
  5. Stelle dir vor, dein Rücken wird ganz lang.
  6. Jetzt drehe dich um deine Taille nach links. Der rechte Arm streckt sich zur Seite.
  7. Lasse mit einer leichten wischenden Bewegung den linken Arm seitlich nach innen unten sinken, so als ob du alle Probleme ohne Anstrengung wegwischst.
    Wie ein Bär, der versucht, angriffslustige Bienen zu vertreiben.
  8. Hebe den linken Arm wieder in die angewinkelte Position.
  9. Wiederhole die Übung auf der anderen Seite.

Wiederhole diese Übung 3-6 Mal links und rechts.

Diese Übung ist aus dem Buch „Gute Haltung tierisch stark“ und macht nicht nur Kindern besonders viel Spaß.

Bär - Ausgangsposition
Bär - Position 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Bär - Position 3

 Bär - Position 4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4. Reibe das Dantian (Abschlussübung)

Lege deine Hände übereinander auf deinen Unterbauch (Dantian).

Umkreise dein Dantian 4 x, nach rechts unten beginnend, vom kleinen Kreis größer werdend, in der Magengrube kurz anhalten,
dann wieder zurück nach links unten beginnend, vom großen Kreis, kleiner werdend, bis du wieder am Dantian ankommst.

Nachspüren.

3 x tief in deine Mitte atmen

 

Akupressur-Punkte

Magen 36Magen 36

Am Vorderbein, vier Fingerbreit unterhalb des unteren Randes der Kniescheibe
und einen Fingerbreit Richtung äußeres Schienbein.
Eine Kuhle weist auf den Punkt hin.

 

 

 

 

Milz 6Milz 6

Am Innenbein, etwa vier Fingerbreit über der Spitze des Knöchels,
in dem Grübchen hinter dem Schienbein.
Während der Schwangerschaft darf dieser Punkt nicht akupressiert werden.

 

 

Beide Punkte können mit Daumen, Zeige- und/oder Mittelfinger leicht bis stark punktuell gedrückt oder mit sanften kreisförmigen Bewegungen massiert werden.
Eine andere Möglichkeit ist, mit lockerer Faust aus dem Handgelenk heraus die Punkte abzuklopfen.
Du kannst abwechselnd auf beiden Beinen massieren oder gleichzeitig.

Verlasse dich auf dein Gefühl und spüre hinein was dir gut tut.

 

 

 

 

(Bildnachweis: Jiao Guorui, „Qigong Yangsheng“ / Liane Schoefer-Happ, Dieter Allgaier, Cindy Wallin, „Gute Haltung tierisch stark“ / Carola Beresford-Cooke, „Praktische Einführung in die Akupressur“)

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