Wie du deine Feuerenergie bändigst und gut gekühlt (mit kühlem Kopf) durch den Sommer kommst

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Sommer - Feuerelement

 

Leidest du unter Schlaflosigkeit?
Bist du oft innerlich unruhig oder unkonzentriert?
Fühlst du dich manchmal traurig und lustlos und irgendwie leer?

Laut TCM könnte dies ein Zeichen für ein Ungleichgewicht im Feuer-Element sein.

In diesem Artikel erfährst du, wie du ein Ungleichgewicht im Feuer-Element erkennen und ausgleichen kannst und mit kleinen Übungen Ruhe, Gelassenheit, emotionale Ausgeglichenheit und mehr Lebensfreude gewinnst.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) sind den Jahreszeiten jeweils eines der fünf Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser zugeordnet und auch bestimmte Organe, Emotionen, Krankheiten, Eigenschaften. Nach dieser Zuordnung haben die Jahreszeiten auch auf unsere Körperfunktionen, Organe, Sinne und Gefühle einen unterschiedlichen Einfluss. Geben wir auf uns Acht und leben danach, fügt sich alles zusammen – im Einklang mit der Natur.

Vom Holz-Element des Frühlings gehen wir in das Feuer-Element des Sommers.

Das Holz nährt das Feuer. Es breitet sich aus. Wir geben die Liebe, die wie Feuer in unserem Herzen brennt, in die Welt und empfangen sie.

Das Leben erreicht jetzt seinen Höhepunkt.

Das Feuer im Menschen ist wie der Sommer für die Natur. Alles öffnet sich nach außen. Die Natur zeigt sich von ihrer kraftvollsten (Yang-)Seite. Die Blumen blühen und verströmen Ihren Duft.

Wir genießen das Draußensein, Sonne auf der Haut, Freunde treffen, Feste und das Leben feiern in lauen Sommernächten bei Grillpartys, am Lagerfeuer, am See oder Meer, Tanzen, Lachen, Fröhlichsein.

 

Die Zuordnung des Sommers im Zyklus der Fünf Elemente (Fünf Wandlungsphasen)chinesisches Zeichen Sommer

Element: Feuer

Organe: Herz, Dünndarm, Perikard (Herzbeutel), Dreifacher Erwärmer

Sinnesorgan: Zunge

Körperschicht: Leitbahnen, Gefäße

Tier: Affe

Geschmack: bitter

Farbe: rot

Emotion: Freude, Begeisterung

Geisteshaltung: Intelligenz, Intuition

Klima: Hitze

 

Das Herz, so heißt es in den alten TCM-Schriften, sei der Kaiser, denn es regiert über alle anderen Organe, über das Blut und die Blutgefäße. Ist unsere Herzenergie im Gleichgewicht, haben wir einen gleichmäßigen Puls, der Körper bekommt über das Blut die benötigten Nährstoffe, das Gesicht strahlt.

Das Herz öffnet sich in der Zunge. Über die Zunge findet Sprache und Kommunikation statt, die Freude, sich mit Worten auszutauschen.

Die übrigen Organe des Feuerelements haben eine Schutzfunktion inne.

Der Herzbeutel schützt das Herz, reguliert den Kreislauf und den Blutdruck. Seine Energie bestimmt die Beziehung zu anderen Menschen und die Art, wie wir unsere Gefühle und Emotionen ausdrücken können.

Der Dünndarm – in den alten Schriften als Privatsekretär bezeichnet – ist zuständig für Be-inhalten und Umwandeln. Er wandelt die Reststoffe, die vom Magen kommen, so um, dass sie vom Körper genutzt werden können. Er trennt das Reine vom Unreinen. Den „reinen“ Teil schickt er zur Milz zur Verteilung und den „unreinen“ Teil zum Dickdarm zum Ausscheiden. Mit einem gut funktionierenden Dünndarm-Qi können wir auch im Alltag das Wichtige vom Unwichtigen trennen.

Und der Dreifacher Erwärmer – als Beamter für das Wärmesystem – wirkt umfassend auf die Gesamtheit unseres Organismus, Er bringt Kopf, Herz und Bauch in Einklang. Er regt die Stärkung der energetischen Schutzhülle des Körpers an und ermöglicht uns damit eine bessere Abgrenzung.

 

„Es zerreißt mir das Herz.

Das Herz auf der Zunge tragen.

Mir ist das Herz in die Hose gerutscht.

Das ist mir ans Herz gewachsen.

Du brichst mir das Herz.“

Wir können uns begeistern – „Feuer und Flamme sein“ – entflammen für neue Ideen, oder „Feuer fangen“.

In diesen Sprichworten spüren wir Emotionen „die zu Herzen gehen“.

Wir werden berührt durch Freude oder Trauer, durch Liebe und Leid. Die Herzenergie ist an all unseren Emotionen beteiligt. Unser Nervensystem wird laut TCM durch das Herz gesteuert und wenn uns etwas in Aufregung versetzt – ganz egal ob positiv oder negativ – bekommen wir Herzklopfen.

 

In der TCM heißt es, das Herz ist die Heimat des Geistes (shen).

Shen bedeutet das Bewusstsein und die Weisheit, einer uns innewohnenden höheren Intelligenz, die spontan und intuitiv Körper und Geist lenkt und ausgleicht. Wenn unser Shen gesund ist, dann haben wir eine klare Auffassungsgabe, ein gutes Gedächtnis, emotionale Stärke.

In unserer heutigen schnelllebigen Zeit strömt eine Masse an Informationen, per Zeitung, Fernseher, Radio, Handy, Internet auf uns ein, mehr als wir wirklich verarbeiten können. Unsere Mitte wird überfordert, all diese Informationen „zu verdauen“ und auszugleichen.

Wir kommunizieren oft nur noch ohne dem Anderen in die Augen schauen zu können, es wird kein Shen ausgetauscht wie bei einem „wirklichen“ Kontakt von Mensch zu Mensch. Ohne Shen auszutauschen bleibt der Kontakt auf der Verstands-Ebene. Unser Feuer in uns bleibt unberührt und brennt im Laufe der Zeit immer weniger. Und obwohl wir den ganzen Tag Nachrichten über die verschiedensten elektronischen Kanäle austauschen, fühlen wir uns immer leerer.
Hast du auch manchmal das Gefühl, dass es in deinem Kopf zugeht wie im Affenhaus? Tausend Gedanken sausen hin und her und du fühlst dich ruhelos und getrieben.

 

Der Affe symbolisiert die Leichtigkeit und Lebendigkeit des Sommers. Er ist verspielt, frech, kommunikativ, schlau, aufmerksam und beweglich, hat Schönheit und Kraft. Er hat seelisch geistige Ruhe, trotz Lebendigkeit.

Für uns gilt es, diese Geistesruhe zu bewahren. Denn wenn die Gedanken nicht unter Kontrolle sind, sind auch Qi und Blut nicht in Harmonie.

Wir sollten also die Affen in unserem Kopf bändigen und beruhigen. Sollten Gefühle und Gedanken kommen und gehen lassen, ohne sie immer sofort zu werten.

 

Feuer schenkt uns Wärme und Licht.

Denken wir an die Wirkung eines Lagerfeuers. Das behagliche Gefühl, das entsteht, wenn wir in die Flammen schauen, die Wärme auf der Haut fühlen und dem Knistern lauschen. Beruhigend, fast schon meditativ, vermittelt es uns Glück und Zufriedenheit im Herzen.

Das Feuer-Element des Sommers steht für Neugierde, Ausstrahlung und Sprache, die Fähigkeit zu kommunizieren, sich auszudrücken, Offenheit, Kontakte zu knüpfen, Freude, inneres Glück, Liebe, Leidenschaft, Begeisterung, die Einsicht, Lernfähigkeit und Spirit, Inspiration und Selbstfindung.

 

Doch das Feuer hat verschiedene Gesichter. Es kann gemütlich flackern und wohltuend wärmen. Es kann aber auch gefährlich werden und alles verbrennen.

 

Ist unsere Herz-Feuer-Energie überfließend (Fülle = Yang-Zustand) oder zu schwach (Leere = Yin-Zustand) spüren wir das in Form von

  • Schlaflosigkeit
  • innerer Unruhe
  • Herzproblemen
  • Sprachproblemen
  • Kreislaufproblemen (Schwindel)
  • Traurigkeit, Lethargie
  • Übertriebenem Redefluss
  • Unlust zu sprechen
  • Rückzug, Mauern
  • Einsamkeit, Leeregefühl
  • Kommunikationsproblemen
  • Reizbarkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Bluthochdruck
  • Konzentrationsstörungen
  • Vermehrtes Schwitzen
  • Übermäßige Erschöpfung
  • Wenig persönliche, tiefe Verbindungen zu den Mitmenschen

 

Viele versuchen, die beginnende Erschöpfung und unangenehme Unruhe durch noch mehr Aktionismus und „Überdrehen“, wie schnelles Reden, zu verdrängen, zu überspielen, anstatt sie im Körper zu fühlen. Doch führt dies nur noch tiefer in ein Ungleichgewicht und im fortgeschrittenen Stadium zu Lustlosigkeit und Antriebslosigkeit bis hin zur totalen Erschöpfung – „die Luft ist raus“.

Auch wenn wir die Erfahrung gemacht haben, dass Liebe und Zuwendung nur als Gegenleistung zu bekommen sind, und meinen, dass wir viel dafür tun müssen, kann dies die Herzenergie schwächen.

 

Eine gesunde ausgeglichene Herz-Feuer-Energie schenkt uns

  • Lebensfreude
  • Liebe
  • Kommunikation
  • Begeisterung
  • Ausstrahlung
  • Ruhe
  • Tiefen Schlaf
  • Ein gesundes, kraftvolles Herz
  • Lachen
  • Zufriedenheit
  • Emotionale Ausgeglichenheit
  • Geistige Klarheit
  • Wärme
  • Mitgefühl
  • Leuchtende Augen
  • Selbstbewusstsein
  • Ein Gefühl von Vollständigkeit
  • Einen liebevollen herzlichen Kontakt mit uns selbst und unseren Mitmenschen

 

Nimmst auch du dir manchmal zu viel vor, versuchst auf allen Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen?

Achte ganz besonders im Sommer auf ein gesundes Gleichgewicht zwischen Hitze und Abkühlung. Und das nicht nur im körperlichen Sinne.

Wie gut kümmerst du dich um dich? Bist du ehrlich zu dir selbst? Oder machst du immer wieder faule Kompromisse, überhörst deine eigenen Bedürfnisse oder überschreitest deine Grenzen? Tust du etwas, weil es gut für dich ist, oder um Erwartungen zu erfüllen?

Achte gut auf die Reaktionen deines Körpers, im Innen wie im Außen und nimm Rücksicht auf dich, wenn du spürst, dass deine Leistungsfähigkeit nachlässt, wenn du spürst, dass du Verantwortung übernimmst, die nicht deine ist, wenn du JA sagst, obwohl du NEIN möchtest und dich selbst dabei nicht gut fühlst.

Gehe liebevoll mit dir um. Unterstütze deinen Körper durch Ruhepausen und die Anpassung deiner eigenen Ziele und Erwartungen.

Trainiere einen klaren Geist und achtsames Bewusstsein. Vertraue in deine intuitiven Kräfte.

 

Um deine Herz-Energie, dein Feuer-Element zu nähren möchte ich dir folgende Übungen und Meditationen ans Herz legen:
1. Dünndarm-Meridian-Übung

Du stehst aufrecht im stabilen Stand, die Füße parallel nebeneinander auf dem Boden.

Nimm beide Arme vor dir parallel mittig auf Brusthöhe.

Mit beiden Armen malst du eine große liegende Acht.

Während du von der Mitte ausgehend die liegende Acht nach links oben zu malen beginnst, hebst du das rechte Bein an.

Bei der Malbewegung nach rechts oben hebst du das linke Bein an.

                                                        „Nehme auf und integriere das, was du wahrnimmst.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Halte das Universum mit beiden Händen und reguliere die Drei Erwärmer

Stehe im schulterbreiten Stand, die Füße ca. eine Fußlänge weit auseinander mit lockeren Knien.

Verschränke die Hände vor deinem Unterbauch (unteres Dantian = Energiezentrum) ineinander, die Handflächen zeigen nach oben.

Hebe die Hände wie wenn du einen Ball anhebst nach oben, auf Brusthöhe die Hände wenden und wie auf einem gedachten Ball ablegen. Die Ellbogen hängen, die Schultern sind entspannt.

Lasse die Hände langsam wieder nach unten sinken.

Vor dem Unterbauch mit einem kleinen Impuls die Handflächen nach vorne wenden und die Hände im Bogen vom Körper weg nach oben steigen lassen, Handflächen zeigen erst nach vorne dann weiter bis über den Kopf heben, wo die Handflächen zum Himmel zeigen. Die Arme sind nicht ganz durchgestreckt. Die Schultern sind locker.

Innehalten. Halte in der Vorstellungskraft das Universum mit beiden Händen.

Mit zäher Kraft die Hände auseinanderziehen. Langsam an der Seite nach unten sinken lassen und vor dem Unterbauch (unteres Dantian = Energiezentrum) wieder ineinander verschränken.

Nach 3-6 Wiederholungen die Hände auf dem unteren Dantian übereinander legen.

Nachspüren.

Wenn du den Ablauf der Bewegung fließend ausführen kannst, ohne darüber nachzudenken, nimm bewusst die Atmung dazu. Beim Steigen Einatmen, beim Sinken Ausatmen. Ganz in deinem eigenen natürlichen Atemrhythmus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Herzöffnung – Variante 1

Stehe im schulterbreiten Stand, die Füße ca. eine Fußlänge weit auseinander mit lockeren Knien, die Arme hängen, die Schultern hängen locker neben dem Körper.

Hebe beide Arme seitlich bis auf Schulterhöhe.

Wende die Handflächen nach vorne.

Führe die Hände auf Herzhöhe zur Mitte zueinander.

Bilde mit den Händen eine auf dem Kopf stehende Herzform (die Daumen sind die Herzwölbung, die anderen Finger bilden die Herzspitze). Die Finger berühren sich dabei nicht ganz.

Wende nun deinen Körper nach links.

Gehe mit dem linken Fuß in die Schrittstellung nach vorne.

Verlagere dein Gewicht etwas nach vorne und schiebe deine Herzhände nach vorne (Energie, Liebe abgeben). Dabei aufrecht bleiben und die Schultern locker lassen.

Wende die Hände über die Kleinfingerseite, so dass die Handflächen nun zu dir zeigen.

Nimm deine Hände wieder zu dir zurück (Energie, Liebe nehmen). Gewicht zurücknehmen, den linken Fuß zurücknehmen.

Wende deinen Körper wieder zur Mitte.

Bilde mit den Händen wieder die Herzform.

Drehe deinen Körper nach rechts. Gehe mit dem rechten Fuß in die Schrittstellung nach vorne. Verlagere leicht dein Gewicht nach vorne und schiebe deine Herzhände nach vorne.

Wende die Handflächen wieder zu dir.

Nimm die Hände zu dir zurück. Gewicht zurücknehmen, den rechten Fuß zurücknehmen.

Die Übung je 3 bis 6 x nach rechts und links ausführen.

Zum Schluss die Hände mittig, mit den Handflächen nach unten zeigend langsam zum unteren Dantian sinken lassen, übereinander ablegen.

Nachspüren.

Wenn du dir in der Bewegung sicher bist, nimm die Atmung dazu. Bei steigender und öffnender Bewegung Einatmen, bei sinkender und schließender Bewegung Ausatmen. Ganz in deinem eigenen natürlichen Atemrhythmus.

„Das Holz nährt das Feuer.
Wir geben die Liebe, die wie Feuer in unserem Herzen brennt, in die Welt und empfangen sie.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4. Herzöffnung – Variante 2

Stehe im schulterbreiten Stand, die Füße ca. eine Fußlänge weit auseinander mit lockeren Knien, Arme und Schultern hängen locker neben dem Körper.

Drehe die Handinnenflächen nach hinten.

Lasse die Hände langsam vor dem Körper nach oben steigen bis auf Brusthöhe. Ellbogen hängen.

Handflächen wenden sich zueinander. Der Abstand zwischen den Händen ist ca. eine Handlänge.

Innehalten.

Die Hände und Arme langsam ausbreiten, öffnen bis auf Schulterhöhe. Die Arme sind nicht ganz durchgestreckt, die Brust bleibt im Tal, d.h. die Schultern etwas weiter vorne als das Brustbein.

Innehalten. Öffne dein Herz und gib die Liebe in die Welt.

Die Hände vor dem Brustkorb wieder zueinander bringen, als ob man einen Bambusstrauch zusammenbindet.

Vor der Brust drehen sich die Handinnenflächen nach unten.

Hände langsam nach unten sinken lassen. Vor dem Unterbauch (unteres Dantian = Energiezentrum) die Hände zur Seite nehmen, so dass die Arme mit den Handinnenflächen nach innen zeigend wieder locker neben dem Körper hängen.

Wiederholung 3-6 x.

Zum Schluss die Hände auf dem unteren Dantian übereinander ablegen.

Nachspüren.

Wenn du dir in der Bewegung sicher bist, nimm die Atmung dazu. Bei steigender und öffnender Bewegung Einatmen, bei sinkender und schließender Bewegung Ausatmen. Ganz in deinem eigenen natürlichen Atemrhythmus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5. Laute-Übung – Laut He (getönt choe) Funktionskreis Herz

Durch Tönen von Lauten wird eine Vibration im Körper erzeugt, die die Energie-Leitbahnen (Meridiane) durchgängig macht und Blockaden auflöst. Körper und Geist werden entspannt. Der jeweils angesprochene Organ-Funktionskreis wird unterstützt und so werden evtl. energetische Schwächen positiv beeinflusst.

Die Übungen werden normalerweise je 6 x nach links und rechts ausgeführt. In verkürzter Version können sie auch nur 3 x ausgeführt werden.

Die Übung kann mit geschlossenen Augen durchgeführt werden. Beim Tönen können sie kurz geöffnet werden.

Die Übung bitte langsam ausführen.

Gehe mit dem linken Fuß nach links in den schulterbreiten Stand. Stehe mit gelockerten Knien in der balltragenden Haltung (Hände vor dem Unterbauch mit den Handflächen nach oben zeigend).

Die Hände zur Seite führen.

Die Handflächen zeigen nach vorne.

Hände seitlich des Körpers nach oben führen, bis die Ellbogen auf Schulterhöhe angekommen sind. Die Arme bilden große Bogen.

Durch die Nase einatmen, der Körper steigt dabei. Die Hände weiter nach oben führen, bis mittig über den Kopf (Beihui-Punkt), bis die Laogong-Punkte (mittig der Hände) übereinander liegen. Handflächen zeigen noch nach vorne. Das Gewicht liegt mehr auf den Fersen.

Mit der Ausatmung den Laut He tönen (getönt choe), die Hände sinken dabei zu beiden Seiten des Körpers nach unten, den Körper senken, das Gewicht liegt auf der ganzen Fußsohle.

Nach 3 bzw. 6 x Wiederholung den linken Fuß zum rechten herannehmen.

Nun mit dem rechten Fuß nach rechts in den schulterbreiten Stand gehen und die balltragende Haltung einnehmen.

3 bzw. 6 x in gleicher Bewegung das Tönen ausführen.

Zum Schluss die Hände auf dem Unterbauch (unteres Dantian = Energiezentrum) übereinander legen.

Nachspüren.

 

Meditation

Auch regelmäßige Meditation ist eine Möglichkeit dein Shen zu pflegen, deinen Geist klar werden zu lassen, zur Ruhe zu kommen, in deine Mitte zu finden.

In der geführten Klangmeditation „Herzöffnung in Liebe“ nehme ich dich mit auf eine Reise in dein Herz und in das Gefühl der Liebe, die in dir wohnt.

Du findest sie hier auf meiner Webseite in der Schatztruhe:

Herzöffnung in Liebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Doch auch schon eine Mini-Meditation von ein paar Minuten kann deinen Geist beruhigen und wieder klar werden lassen.

Probiere zum Beispiel diese hier einfach mal aus:

Stehe mit beiden Füßen fest auf dem Boden. Die Knie sind gelockert, die Arme und Schultern hängen locker neben dem Körper oder deine Hände liegen übereinander auf deinem Unterbauch (unteres Dantian = Energiezentrum). Genauso gut kannst du diese kurze Meditation aber auch im Sitzen durchführen. Achte dabei darauf, dass deine Füße fest auf dem Boden aufstehen, deine Beine parallel zueinander sind und deine Wirbelsäule gerade aufgerichtet ist.

Richte deine Aufmerksamkeit nach innen. Spüre deinen Körper. Nimm deine Gefühle wahr.

Gehe mit deiner Aufmerksamkeit zu deinem Atem.

Nimm einfach nur wahr, wie dein Atem in dich hineinströmt und wieder herausfließt. Bleibe bei deinem Atem. Gedanken, die kommen, nimm wahr und lasse sie weiterziehen. Bleibe bei deinem Atem. Und nimm auch die kleine Atempause wahr, zwischen dem Ein- und dem Ausatmen.

Atme so eine Minute lang ganz bewusst. So kommst du ins Hier und Jetzt und kannst deinen Geist beruhigen.

Und wenn du magst, kannst du diese Atemmeditation in Verbindung mit der 2-Minuten-Klangauszeit aus meiner Schatztruhe genießen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Viel Freude beim Üben und Meditieren!

 

Und hier noch ein paar weitere kleine Anregungen für die Pflege deines Feuer-Elements:

Zünde Kerzen an

Ob beim Essen oder einfach nur so. Auf diese Weise kannst du dich mit dem Geist des Feuers verbinden.

Liste der Freude

Welche Dinge erfreuen dich? Was tust du gerne? Was macht dich glücklich?

Schreibe eine Liste mit Dingen, die dir Freude bereiten.

Suche dir eins davon aus und setze es jetzt sofort um!

Auf meiner Liste steht da z.B. In der Natur sein, Fotografieren, Backen, Lesen, Musik hören, Tanzen, Nachmittagskaffee auf der Terrasse, Ein Glas Wein am Abend mit meinem Liebsten, Gartenarbeit, Blumen, Urlaub planen, Schreiben und Telefonieren mit den besten Freundinnen der Welt, Abendstimmung im Spätsommer, mit Freunden zusammen sein, Tagträumen, Cabrio fahren…

Und wenn Tanzen auf deiner Liste dabei ist…super – eine weitere Möglichkeit dein Feuer-Element zu pflegen.

Tanzen

belebt das Feuer-Element. Lege doch einfach so mal wieder Musik auf und tanze alleine oder mit deinem Lieblingsmenschen.

 

Ich wünsche dir eine wunderbar leichte, fröhliche, glückliche Sommerzeit!

Klangvolle Herzensgrüße

Antje

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